Hier ist ein Satz, bei dem jeder innehalten sollte: Wenn Sie Ihr IntelliWallet-Master-Passwort vergessen, kann niemand – wir nicht, niemand – es für Sie zurückholen. Keine „Passwort vergessen“-E-Mail, kein Support-Ticket, das es behebt. Das ist keine Einschränkung, für die wir uns entschuldigen – das ist es, was echte Verschlüsselung bedeutet. Ihr Master-Passwort ist der einzige Schlüssel, und er funktioniert nur, wenn Sie sich tatsächlich daran erinnern.
Sprechen wir also darüber, wie Sie eines wählen, das sowohl stark ist als auch in sechs Monaten noch sitzt.
Warum „Tr0ub4dor&3“ nicht die Lösung ist
Die meisten Ratschläge zu starken Passwörtern sind für eine Welt gedacht, in der Sie sich ein Passwort für eine Website merken. Ein Master-Passwort ist anders – es muss stark genug sein, um alles zu schützen, und gleichzeitig einfach genug, um es aus dem Gedächtnis einzutippen, vielleicht mit einem Daumen, halb im Schlaf, ganz ohne Hinweis.
Zufällige Zeichenfolgen mit ausgetauschten Buchstaben (P@ssw0rd!23) wirken sicher, sind aber gegen moderne Cracking-Tools überraschend schwach – und, was für uns noch schlimmer ist, unter Stress wirklich schwer zu merken, etwa in dem Moment, in dem Sie ein neues Smartphone einrichten.
Verwenden Sie stattdessen eine Passphrase
Der Ansatz, den Sicherheitsforscher tatsächlich empfehlen, ist eine Passphrase: mehrere zusammenhanglose Wörter aneinandergereiht. Etwa so:
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Das sieht weniger „sicher“ aus als ein Wirrwarr aus Symbolen, ist aber das Gegenteil. Länge schlägt Komplexität – eine Phrase aus vier oder fünf Wörtern hat mehr mögliche Kombinationen als eine kürzere Zeichenfolge aus gemischten Zeichen, während sie sich ein menschliches Gehirn erheblich leichter merken kann.
Ein paar Tipps zur Wahl Ihrer Wörter:
- Verwenden Sie Wörter, die nichts miteinander zu tun haben. „Blauer-Himmel-Wolke-Regen“ ist eine Geschichte, in die sich Ihr Gehirn selbst hineindenken kann. „Hafen-Planet-Sofa“ hat keine innere Logik, die sich abkürzen ließe.
- Fügen Sie eine Ziffer oder zwei hinzu, aber grübeln Sie nicht zu lange über die Stelle. Es erhöht die Sicherheit nicht nennenswert, sie an einer merkwürdigen Stelle einzufügen – hängen Sie einfach eine echte Zahl an ein Wort an, wie die
42oben. Eine Zahl als Wort auszuschreiben („zweiundvierzig“) ist für ein Cracking-Tool nur ein weiteres Wörterbuchwort – verwenden Sie also die Ziffern selbst. - Machen Sie es persönlich einprägsam, nicht persönlich erratbar. Eine private Phrase, die auf einem Insiderwitz oder einem seltsamen Traum basiert, funktioniert gut. Der Name Ihres Haustiers und dessen Geburtsjahr dagegen nicht – das ist meist das Erste, was ein Angreifer (oder ein neugieriger Verwandter) ausprobiert.
- Sprechen Sie es beim Einrichten ein- oder zweimal laut aus. Eine Phrase einzutippen und dabei innerlich mitzusprechen hilft ihr, sich im Muskelgedächtnis festzusetzen – genauso, wie Sie sich Ihre eigene Telefonnummer merken, ohne bewusst darüber nachzudenken.
Der integrierte Passwort-Generator von IntelliWallet kann sogar ein einprägsames Passwort in diesem Stil für Sie erstellen – eine Reihe echter Wörter mit eingestreuten Ziffern –, falls Sie sich lieber keines selbst ausdenken möchten.
Wo Sie es tatsächlich aufbewahren sollten
Ein starkes Master-Passwort hilft nur, wenn Sie es nicht verlieren. Schreiben Sie es einmal auf einem echten Stück Papier auf – keine Notiz auf dem Smartphone, keine Datei namens passwords.txt – und bewahren Sie dieses Papier in einem echten Safe auf, falls Sie einen haben, oder an einem anderen sicheren physischen Ort, zu dem nur Sie (oder eine Vertrauensperson) Zugang haben. Die ganze Aufgabe eines Passwort-Managers besteht darin, dass Sie nur noch ein Geheimnis wirklich gut schützen müssen. Schenken Sie diesem einen Geheimnis die Aufmerksamkeit, die es verdient, und überlassen Sie den Rest IntelliWallet.